Symbolbild: Yoga am Berg

Kraft tanken, abschalten, erholen, Anti-Stress, Anti-Burnout und, und, und… – all das sind Schlagwörter, die in unserer schnelllebigen Welt mit all ihren Herausforderungen immer durchschlagskräftiger werden. Kein Wunder, sonst wären es ja keine „Schlagwörter“ ;).

Wie dem auch sei. Yoga-Wochenenden, sogenannte Retreats, eignen sich hervorragend, um die positiven Eigenschaften des Yoga intensiv zu entfesseln und den oben genannten Schlagwörtern zu ihrer Entfaltung zu verhelfen: Sprich die Lasten des (beruflichen) Alltags (auch Stress genannt) abzubauen und wieder zu Kräften, Energie, Lebensfreude und all den anderen guten Dingen zu finden.

Weg 1: Yoga-Retreat mit Yogalehrerin und anderen Yoginis & Yogis

Das ist grundsätzlich die einfachste Variante: Ihr sucht euch einen Yoga-Urlaub heraus, bucht diesen und freut euch, dass der Rest von mir erledigt wird. Der Fairness halber muss ich natürlich eingestehen, dass es auch viele weitere Anbieter von Yoga-Retreats gibt. Aber ich hoffe natürlich, dass ihr am liebsten mit mir praktiziert :).

Diese Vorgehensweise hat viele Vorteile: Du musst dich um nichts kümmern, sondern hast mit der Anmeldung bereits alles erledigt. Jetzt musst du nur noch mitkommen. Ich bereite die Stunden vor, sorge für ein Dach über den Kopf und das ganze Programm. Zusätzlich hast du noch das ganze Wochenende oder die ganze Woche Gleichgesinnte um dich herum.

Diese Art des Retreats hat für so manche Yoginis und Yogis aber auch Nachteile. Viele in unserer Community sind Freigeister. Zudem kommt: Manchmal will man einfach alleine sein. Für diese Art des Retreats habe ich Weg 2 mit einem praktischen und günstig zu realisierenden Tipp für euch herausgesucht.

Weg 2: Yoga-Urlaub auf eigene Faust

Hierbei kannst du dich ganz alleine zurückziehen und dich auf deine persönliche Praxis konzentrieren. Du kannst die Schwerpunkte so setzen, wie du es am liebsten hast. Bist komplett frei. Für uns aus der Yogacommunity im bergigen Tirol gibt es dafür praktisch unzählige Kraftplätze, die nur so vor Energie strotzen und – für mich zumindest – viel ausstrahlen. Yoga alleine auf einem Platz hoch oben auf einem Berg, das hat einfach auch das gewisse Etwas.

Diese Freiheit ist mit einem gewissen Maß an Aufwand und Nachteilen verbunden. Zuerst will ich dir ein paar Nachteile aufzählen, die du selbst überwinden musst. Da kann ich dir leider nicht mit dem geschriebenen Wort helfen. Warum das so ist, wirst du erkennen, wenn du dir die Punkte durchliest. Beim Aufwand möchte ich dir ein bisschen unter die Arme greifen, weil ich wirklich einen tollen Geheimtipp bekommen habe.

Zu den Nachteilen:

  • Erfahrung: Wenn du selbst Yoga praktizierst brauchst du ein gewisses Maß an Erfahrung. Ohne diese Vorkenntnisse riskiert du, dich mit der falschen Übungsausführung zu verletzen oder mit den falschen Übungen zu überfordern.
  • Kondition: Überforderung ist auch das Stichwort bei diesem Punkt. Du musst deine Yoga-Praxis so planen, dass du dich nicht alleine im alpinen Gelände überanstrengst. Vergiss nicht: Der Weg ins Yogastudio oder auf die Yogamatte zu Hause ist deutlich weniger anstrengend als der Weg auf 1700 Meter. Und dort oben solltest du nicht alleine stranden, sondern immer noch genug Kraft für den Weg zurück ins Quartier haben.
  • Ortskenntnis: Einen netten Platz (ich nenne sie für mich immer Kraftplätze) zu finden, ist oft gar nicht so einfach. Wenn du dich vor Ort nicht auskennst, kann es sein, dass du damit einige Zeit verlierst.

Zum Mehraufwand

  • Planung: Du musst dir natürlich ein geeignetes Quartier und Zimmer selbst besorgen. Dies sollte für ein Retreat unbedingt ruhig gelegen sein und die Matratze sollte einen gewissen Komfort mit sich bringen. Sonst erholst du dich nicht richtig in der so wichtigen Schlafphase. Achte auch auf ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, denn gerade das Retreat eignet sich dazu auf die Ernährung zu achten und dem Körper mit positiver Energie auch durch Nahrung aufzuladen. Wenn es nur Salami, Semmel und Butter gibt, bist du dort nicht richtig.
  • Buchung: Du musst dir deine Reise selbst zusammenstellen, das Hotel suchen und buchen und du musst dich mit der Region auseinandersetzen. Gibt es dort für mich geeignete Kraftplätze?

Wie versprochen möchte ich dir bei diesem Mehraufwand ein bisschen unter die Arme greifen, weil ich diesen Geheimtipp gerade entdeckt habe und ihn mit meiner Yoga-Community teilen möchte: Das Hotel Gästehaus Rottenspacher in Kössen ist ein Drei-Sterne-Haus im Kaiserwinkl-Gebiet mit aller Ruhe, die wir brauchen. Und das beste: Bereits ab 19 Euro gibt es dort für die ganz sparsamen ein Einzelzimmer. Es ist auf das Wesentliche beschränkt, hat aber hohe Matratzenqualität. Wer ein bisschen mehr Platz möchte kann dort auch ein größeres Einzelzimmer nehmen. Das Frühstücksbuffet entspricht praktisch dem eines Vier-Sterne-Hauses (meiner Einschätzung nach zumindest). Zudem achtet die Familie des Hauses auf Qualität aus der Region, Früchte aus dem Garten und so weiter. Also in dieser Hinsicht ist hier alles top.

yoga retreat koessen/walchsee

Nun zu den Kraftplätzen: Das Kaiserwinkl liegt dort zwischen Zahmen und Wilden Kaiser und strotzt nur so vor Energie. Ihr braucht eigentlich nur einen der beschilderten Wanderwege direkt von Kössen aus folgen (Jause und Matte einpacken nicht vergessen!) und los geht’s. Als Pluspunkt (für mich ist Wasser nämlich auch immer sehr wichtig) kann man auch zum Walchsee spazieren. Geht man einmal um den See und biegt an ein stilles Ufer ab, findet man auch dort genügend ruhige und besinnliche Plätze – ideal für ein echtes, eigenes Yoga-Retreat.

Wow, heute habe ich aber viel geschrieben. Ich hoffe, ich habe euch damit auch wirklich einen Tipp mitgegeben und vielleicht sehen wir uns auf einem gemeinsamen Yoga-Urlaub vom Vishnusgarden.

Herzensgrüße,

eure Jyoti

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