Gelbwurz

 

Na, genießt du die (zu)späte Sonne? Oder kriecht dir auch gerade eine Erkältung in die Nase? Hier hat die Natur, passend zur Herbstezeit, mal wieder eine wunderbare Antwort: Gelbwurz.

In meinen Blog werde ich dir einige meiner liebsten ayurvedischen und heimischen  Hausmittel vorstellen. Ich bin der Meinung, dass die Natur eine unfassbare Schatzkammer für uns bereithält. Wir müssen nur die Augen, Ohren und Herzen öffnen.

Ich starte mit einem meiner absoluten Lieblings-Hausmittel. In meiner Küche nicht mehr wegzudenken (das nicht nur wegen der echten Flecken) und  fast jeden Tag von mir in meiner „Goldenen-Gute-Laune-Gute-Nacht-Milch“ verwendet:

 

THUMERIK , GELBWURZ (HARIDRA)

Geschmack:

scharf, bitter, zusammenziehend

Energie:

erhitzend befeuchtend

Hauptwirkung:

Antiseptisch, Antiviral und Antifungal (gegen Pilze), Blutreinigend und- nährend.

Pflanzenfamilie:

Gelbwurz, auch als Kurkuma oder Thumerik bekannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie wird bis zu 1,5 Meter hoch. In der Naturheilkunde wird hauptsächlich der unterirdisch wachsende Wurzelstock verwendet. Die aus ursprünglich aus Ostindien stammende Pflanze zeigt sich in 40 verschiedenen Arten vor allem im tropischen Dschungel Asiens und Australiens. Wir verwenden zum kochen, färben und heilen vor allem den „echten“ Gelbwurz: „Curcuma longa“.

Wirkung:

In der westlichen Welt wird die tolle Knolle bereits im 6. Jahrhundert in klösterlichen Schriften erwähnt. Auch Hildegard von Bingen beschreibt ausführlich die heilenden Kräfte von Gelbwurz. Als Sekretionsfördend, v. a. auf Galle, Magen und Bauchspeicheldrüse, leberstärkend und entzündungshemmend findet Gelbwurz sogar in der westlichen Medizin Anwendung. Schon sehr viel länger ist Gelbwurz in der Chinesischen Medizin bekannt. Hier wird sie vor allem wegen ihrer beruhigenden Wirkung von Nerven und Geist, zur Anregung des Gallenflusses, zum Lösen von Blutstauungen und um den Fluss der Lebensenergie Qi anzuregen, verwendet.

 

Verwendung (ayurvedisch):

  • Schnupfen (und andere septische Zustände der Nasennebenhöhlen): Tumerik in Milch kochen, Rohrzucker zugeben. Ist auch gut bei bronchialem Asthma.
  • Verstopfte Nase und Stirn- und Nasennebenhöhlen: getrockneten Gelbwurz anzünden und den Rauch inhalieren.
  • Trockener Husten: getrockneten Gelbwurz rösten und eine Priese davon mit Ghee einnehmen.
  • Milchallergie: ein bisschen Tunerik in die kochende Milch geben.
  • Scherzendes oder blutendes Zahnfleisch: einen halben Teelöffel Gelbwurz, einen Teelöffel Aloe Vera, Vitamin E mischen und als Auflage auf die betroffenen Stellen geben.
  • Säuberung von Wunden: Kräuterabkochung aus Tumerik. Wirkt auch Wundheilend.
  •  Blutreinigung und Leberentlastung: Gelbwurzelpulver (Kukurma) 1-5 g tägl. in warmer Milch oder übers Essen geben. (bitte nicht länger als zwei Monate)
  • Chronischer Durchfall: Tumerikpulver in Buttermilch.
  • Nach der Schwangerschaft: Gelbwurzpulver in Ghee und Honig werden nach der Schwangerschaft gegeben, um den Uterus zu Reinigen und zu stärken.
  • Giftige Insekten: frischer Tumeriksaft kann innerlich, dem Schwierigkeitsgrad des Zustandes entsprechend gegeben werden. Geriebener Tumerik kann auch auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.

 

Verwende ½ Teelöffel in allen vegetarischen und besonders in nicht vegetarischen Gerichten während des Kochens, wegen seiner entgiftenden Wirkung.

Achtung: Bei längerem Gebrauch können in vereinzelt Magenbeschwerden und/oder eine verstärkte Blutungsneigung auftreten. Gelbwurz sollte deshalb nicht während der Schwangerschaft, der Stillzeit und nicht von Kleinkindern eingenommen werden. Auch Beim Verschluss der Gallenwege ist die Einnahme von Gelbwurz verboten. Bei Gallensteinleiden dürfen Sie die gelbe Wurzel bitte nur in Absprache mit Ihrem Arzt anwenden.

Gut zu Wissen: Die gelbe Wunderknolle soll auch bald zur Heilung von Krebs, Alzheimer oder Lungenfibrose eingesetzt werden. Schulmedizinische Untersuchungen zu diesem Thema laufen gerade!

 

Hier noch mein Rezept für eine “Goldene-Gute-Laune-Gute-Nacht-Milch” (gerne mit Sojamilch oder anderem Milchersatz):

eine Tasse Milch mit je einer Prise Gelbwurz, Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, Muskatnuss, event. etwas frische Vanille, Rohrzucker zum süßen (nicht zu viel) in etwas Ghee anrösten, und mit Milch und etwas Süßmandelpulver aufkochen…trinken…und ganz fein schlafen…

 

Ich günsche dir einen goldgelben und vor allem gesunden Herbst.

Herzensgrüße, Jyoti

 

 

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